Ob on- oder offline – Unternehmen müssen sich stets so positionieren, dass sie einen Wettbewerbsvorteil haben und ausbauen können. Ansonsten gehen sie in der Masse unter.

Neulich sagte ein Unternehmer zu uns: „Wir machen nix anderes, als andere Agenturen auch.“

Puh.

„Was glaubst Du, wo Deine Agentur in – sagen wir mal – 5 Jahren steht?“

„Mein Ziel ist es schon zu wachsen.“

„Warum?“

„Wie warum?“

„Ok. Ein Schritt zurück. Wie möchtet Ihr als Agentur wachsen?“

„So genau weiß ich das noch nicht. Uns fehlt noch so die zündende Idee.“

 

Als Unternehmer musst Du raus aus der Operativen, damit Du an Deinem Unternehmen arbeiten kannst. Und wenn es… Klick um zu Tweeten

 

Veränderungen im Unternehmen – dazu gibt es einige mehr oder weniger sinnvolle Change-Modelle. Doch richtig gutes Change Management beginnt immer mit einer Idee. Erst dann kommt alles andere. Unternehmen müssen heute mehr denn je in der Lage sein, innovative Ideen zu entwickeln. Die Gefahr wird einfach immer größer von den „neuen Unternehmern“ vom Markt verdrängt zu werden.

 

Denken wir doch nur mal an das Bäckerhandwerk. Heute ist es Usus, dass sich Kunden vom Discounter im Backshop ihre Brötchen holen können. Selbst bei der Tankstelle gibt es sonntags „frisch“ aufgebackene Brötchen. Dann beginnt der Preiskampf. Den kann der Bäcker im soliden Handwerk nur verlieren.

 

Nüchtern betrachtet -welch´ geniale Idee: Wir bieten Kunden etwas in unserem Shop an, so dass sie nicht mehr in einen anderen Shop müssen (Selbst der Non-Food- Bereich ist ja schon im Lebensmittel-Einzelhandel zu finden). Wer ein langes Gesicht macht, sind die Handwerksbäckereien, die noch nach guter alter Tradition zu fairen Preisen hochwertiges Gebäck anbieten. Und nur noch auf die Stammkundschaft hoffen.

 

Und warum das ganze Dilemma? Weil sie es nicht selbst waren, die diese Idee hatten.

 

Der Tod eines jeden Unternehmens steckt in der Zufriedenheit.

 

Zufriedenheit löst Trägheit aus. Alles ist gut so, wie es ist. Es läuft ja. Die Kunden kommen. Irgendwie. Hat ja immer irgendwie geklappt.

Bis einer mit einer neuen Ideen kam, sich einfach umsetzte und die Kunden mitnahm.

 

Viele Unternehmen scheitern genau an diesem Punkt. Sie versinken in der Operativen und lassen die Mitbewerber gnadenlos an ihnen vorbei ziehen.

Die meisten können sich nicht vorstellen, wie die Zukunft aussehen könnte. Sie gehen einfach mit dem, was kommt und re-agieren auf die Gegebenheiten.

 

Sie können sich eine andere Zukunft aber nur deshalb nicht vorstellen, weil sie sich

  1. nicht ausreichend Zeit dafür nehmen und
  2. auf die zündende Idee unter der Dusche warten.

 

Dabei ist es mit den richtigen Tools für jedermann möglich, innovative Ideen zu entwickeln.

 

Gute Ideen entwickeln wir meist im Dialog mit anderen Menschen und einem Raum, der ansprechend ist und zum freien Denken einlädt. Dazu bietet es sich an, dass man völlig ablenkungsfrei effektiv arbeiten und denken kann. Viele Unternehmer wählen deshalb auch Settings außerhalb ihrer eigenen Räumlichkeiten. Wer Ideen aktiv entwickeln möchte muss sich dafür ausreichend Zeit und Ruhe geben.

 

Nun aber zu den Modellen. Für heute haben wir vier Stück mitgebracht, die wir vorstellen möchten. Sie haben sich in der Praxis mehrfach bewährt und sind auch meist ohne fachliche Anleitung gut durchführbar:

 

2 Punkt Modell

Das Modell dient der strukturierten und dennoch freien Ideenfindung. Hierzu werden divergierendes und konvertierendes Denken als die zwei führenden Punkte kombiniert:

Unter dem Punkt des divergierenden Denkens werden zunächst wahllos Ideen in den Raum wertfrei gestellt und gesammelt. Hier kommt Masse vor Klasse. Es geht darum möglichst außergewöhnliche und verrückte Ideen zu sammeln. Diese Sammlung wird dann mit bestehenden Elementen aus dem bestehenden Unternehmensprozessen verbunden, so dass oftmals kreative Lösungen entstehen.

Bei Punkt 2 – dem konvertierenden Denken – werden auf alle Ideen und Verknüpfungen positive Beurteilungen angewendet. Das verhindert das „Das-ist-neu-das-kann-nicht-gehen-Phänomen“. Erst im Anschluss wird sollte nun bewusst und überlegt überprüft. Immer wieder muss hier auch das Ziel konsequent ins Blickfeld genommen werden.

Auf diese Auswahl an Ideen wird nun mit der Innovationsbrille geschaut, um zu prüfen, wie der Neuigkeitsfaktor ist. Nach dem Abnicken kann die Idee nun ausgefeilt werden.

Der Vorteil dieses Modells ist, dass man strategisch-kreativ vorgeht und die Hirnzellen zur Innovation gezwungen werden.

Hierfür bieten sich mehrere Leute an, die im Sparring sich die Ideen zuwerfen. Gut ist einen Moderator dabei zu haben.

 

 

 

Inside-The-Box

„Think outside the box“ – ein wunderbarer Trend, der nur wenig funktioniert, wenn mehrere Menschen in einem Unternehmen beschäftigt sind [Inside the Box: A Proven System of Creativity for Breakthrough Results].

Bei dem Modell Inside-The-Box wird bewusst in Schubladen (eng gestrickter Rahmen und Beschränkungen) gedacht, um die Mitdenker zu zwingen, weniger abstruses oder unbenutzbares Material zu generieren. Das kann in größeren Firmen eine wirkliche Hilfe sein, wenn Entscheider, Rahmenbedingungen usw. zu völlig freien Ideen blockieren. Für die Mitarbeitermotivation ein extrem hilfreiches Modell, weil es die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, dass die Ideen umsetzbar gemacht werden. Innerhalb des eng gesteckten Rahmens, werfen sich die Teilnehmer Ideen zu und entwickeln gemeinsam Strategien und neue Innovationen.

Der Vorteil liegt in der enormen Fokussierung. Der eng gestrickte Rahmen und dessen Beschränkungen sorgen automatisch für einen effektiven und durchaus kreativen Ablauf. Es ist keine weitere Anregung nötig und entwickelt sich nach kurzer Zeit zum Selbstläufer.

 

 

Der 6 Step Circle

Ein Allround-Modell, was es dem Unternehmer ermöglicht, sich stets selbst zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Bevor es an das eigentliche Ideen-Sammeln geht, ist dieses Modell einzusetzen, damit die Ideen den richtigen Rahmen bekommen.

Der 6 Step Circle setzt in der Ist-Ananlyse an, dem so genannten Screening und geht dann direkt in die Ursachenforschung, dem Assessment. Das Assessment wird extrem genau betrieben. Ähnlich wie bei der SWAT-Analyse werden Ressourcen (materiell, personell, Umfeld usw.) und Herausforderungen (Rahmenbedingungen, Risiken, Voraussetzungen usw.) gelistet. Erst im vierten Schritt werden die Ziele smart gesetzt. Aus allen Ergebnissen werden nun Maßnahmen entwickelt (hier kann nun ein weiteres Neuro-Modell eingesetzt werden). Nach der Durchführung kommt der letzte, aber entscheide Schritt, die Evaluation und ggf. Modifikation.

Das Modell hat den Vorteil, dass die Maßnahmen nicht aus den Problemen selbst, sondern aus den Ursachen heraus entwickelt werden können. Ebenso setzt es nicht nur aus der Unternehmersicht an, sondern berücksichtigt Mitarbeiter- und Kundenbedürfnisse und kann sich individuell für den Markt einsetzen. Super easy – super effektiv.

Mehr zum Modell 6 Step Circle gibt es hier – speziell für Gründer geschrieben. 

 

Denk-Arten-Modell

Wer strukturiert in der Gruppe denken mag, für den ist dieses Modell perfekt geeignet. Es dient dazu, bereits entstandene Ideen auf den Prüfstand zu stellen.

Das Modell geht davon aus, dass eine Idee nur dann wirklich erfolgreich ist, wenn sie von sieben Menschentypen abgesegnet und durchgekaut wurde:

Der visionäre Denker: Er kann in Bildern denken und hat eine lebhafte Vorstellung, wie ein Ergebnis aussehen könnte.

Der diagnostische Denker: Dieser Typ muss erstmal alles genau untersuchen, beschreiben und planerisch vorgehen.

Der Stratege: Er sieht sofort Critical Points, die einem erwünschten Ergebnis im Weg stehen.

Der Ideen-Denker: Er ist für das Originelle zuständig und hat die Fähigkeit in Lösungen und Innovation zu denken.

Der bewertende Denker: Er ist sehr sachlich und bewertet Ideen nach ihrer Qualität und ihrer Umsetzbarkeit.

Der Kontextuelle: Er sieht und versteht Prozesse und Zusammenhänge und hat das große Ganze immer im Blick. Er sieht, wo Schnittstellen sind und an welchen Stellen es haken kann.

Der Taktiker: Ihm gibt man den Auftrag einen Plan zu entwickeln, dessen Schritte messbar sind und übergibt ihm den Job, den ganzen Prozess zu überwachen, damit am Ende auch ein effektives Ergebnis bei raus kommt. [Ihm überträgt man auch am besten das Protokollführen. Psssst!]

 

Jedes Modell ist nur so gut, wie der kreative Mensch dahinter.

Puh. Gut zu wissen, dass Kreativität etwas ist, was angeboren ist und mittels der richtigen Methodik, bei jedem Menschen volles Potential zeigen kann.

Der kreative Prozess kann unter der Dusche passieren (Let it happen) und genauso aber absichtlich und bewusst herbeigeführt werden (make it happen). Das Entwickeln von innovativen Ideen ist für jeden möglich.

Rhodes hat dazu wunderbar die Prozesse, die hinter kreativen Ideen stehen, analysiert und folgendes daraus gezogen:

Die Schnittmenge aus Person, Prozess und Klima lässt das Produkt der Kreativität entstehen.

Sie wollen für Ihr Unternehmen innovative Ideen entwickeln? Dann sorgen Sie dafür, dass die richtige Person, mit der richtigen Haltung den Raum und das richtige Modell an die Hand bekommt, so dass sie extrem wertvolle Ideen für Ihr Unternehmen generieren kann. [Hier lesen Sie weiter zum 4P-Modell von Rhodes]

Mit anderen ambitionierten Unternehmern einen ganzen Tag lang innovative Ideen entwickeln und die Zukunft selbstbestimmen: Mastermind Workshop 

 

Important Point

  • Unternehmen müssen sich dauerhaft evaluieren und neue kreative Ideen entwickeln
  • Nur durch stetige Innovation ist Wettbewerbsvorteil möglich
  • Mit den richtigen Methoden und Tools an der Hand, ist jedem kreatives Denken möglich
  • Im Team denkt es sich besser
  • Die richtige Idee kommt immer vor dem Change Management

 

Weiter führender Artikel: Lies hier, wie wertvoll Deine zündende Idee wirklich ist