Was denken wir eigentlich so den ganzen Tag? Keine Ahnung? Riskant! Denn Gedanken haben Kraft. Unsere Gedanken bestimmen über unsere Gesundheit, Erfolg und Glück. Das ist eine Gesetzmäßigkeit, der sich keiner entziehen kann. Und gleichzeitig eine wunderbare Chance, das eigene Leben bewusst zu gestalten.

Durch die Quantenphysik weiß man heute wie sich unser Denken auf uns Menschen, unser Schicksal und unseren Erfolg auswirkt: Wir sind was wir denken! Und wir denken rund 60.000 Gedanken pro Tag. Leider sind 87% dieser Gedanken negativ.

Für unser Gehirn ist es egal, ob wir uns Dinge vorstellen oder ob wir sie real erleben – der Körper reagiert in gleichem Maße. (Wenn Sie z.B. intensiv an eine saure Zitrone denken, werden Sie das saure Geschmackserlebnis spüren und in den meisten Fällen das Gesicht verziehen oder heftig schlucken müssen).

 

Was bedeutet das nun konkret?

 

 

Wenn wir über ein Ereignis negativ denken, werden wir uns schlecht fühlen. Dieses schlechte Gefühl wirkt sich automatisch auf unseren Körper und unser Verhalten aus. Wir reagieren dementsprechend. Und schon sind wir mitten drin in unserem selbst erschaffenen Teufelskreis!

Denn wir nehmen den Gedanken, der das alles ausgelöst, hin. Einfach so. Weder stellen wir ihn in Frage noch überprüfen wir seinen Wahrheitsgehalt. Und so übernimmt der Gedanke die Herrschaft über uns und unser Tun.

 

Im Laufe der Zeit entwickeln sich so Gedanken- und Verhaltensmuster.

 

Der Psychologe Aaron Beck nannte diese Gedanken „automatische Gedanken“. Denken wir bestimmte Gedanken immer wieder, entstehen daraus sogenannte Glaubenssätze. Manche sind hilfreich, manche „Lebensweisheiten“ sind schädlich und blockieren uns. Viele dieser Sätze werden von Generation zu Generation weitergegeben (ohne sie je zu hinterfragen.): „Wer hoch hinaus will, der fällt auch tief“, „Ohne Fleiß kein Preis“, „Geld macht arrogant“ „Mädchen müssen bescheiden sein …“.

 

Glaubenssätze sind unsere inneren Überzeugungen, unsere „Wahrheiten“ oder „Mantras“

Wir Menschen stehen auf einem Fundament aus Werten, Normen und Glaubenssätzen mit denen wir durch das Leben gehen und unsere diversen beruflichen und privaten Rollen (Partner, Eltern, Vorgesetzter, Kollege …) ausfüllen. Werte sind die Basis für unsere Glaubenssätze. Und Glaubenssätze sind die Leitideen, die unser alltägliches Handeln steuern. Nun ist das mit den Glaubenssätzen so eine Sache: Wir werden 30, 40, 50 und älter und halten immer noch an Geboten fest, die wir als Kind durch unsere Eltern und unser Umfeld als wohlgemeinten Rat erhalten und ohne zu hinterfragen übernommen haben. Oder wir haben uns durch Erlebnisse und Erfahrungen selber Überzeugungen gebildet. Das geht meistens sehr schnell und unmerklich und ehe wir uns versehen ist ein Glaubenssatz manifestiert.

 

Und damit eine subjektive Wahrheit. Wir sehen die Welt nicht wie Sie ist, sondern wie wir sind.

 

Diese Überzeugungen geben uns einerseits Orientierung und andererseits beeinflussen sie den Fokus unserer Wahrnehmung, Denken, Handeln, Fähigkeiten sowie unsere Gefühle. Somit beeinflussen sie entscheidend, wie wir uns in der Welt fühlen und verhalten. Glaubensätze sind also sehr mächtig.

 

Oft übersehen wir dabei nur eines: Wenn wir etwas glauben, dann ist das nur eine mögliche Sicht der Dinge, aber nicht unbedingt die Wahrheit.

 

Kennen Sie Ihre eigenen Glaubenssätze? Wie sehen Sie die Welt?

Über erlernbare Mentalprinzipien kann jeder von uns Einfluss auf seine Entwicklung nehmen. Es gibt einfache Möglichkeiten, die Macht der Gedanken positiv zu nutzen und ein erfolgreiches Leben zu führen. Wenn Sie beginnen, diese Prinzipien zu praktizieren und die Wirkung zu überprüfen, werden sie überrascht sein.

Was können Sie konkret tun, um automatischen Gedanken auf die Schliche zu kommen? Führen Sie zum Beispiel eine Woche lang konsequent jeden Abend ein Gedanken-Tagebuch.

 

Im Gedankentagebuch notieren Sie:

  1. Situation (Was ist passiert?)
  2. Gedanke (Was habe ich in der Situation gedacht? Wie habe ich die Situation interpretiert?)
  3. Gefühl (Was habe ich nun gefühlt?)
  4. Reaktion (Wie habe ich mich verhalten?)
  5. Beweise (Was spricht für, was gegen diesen Gedanken?)
  6. Alternativ-Gedanken (Welche andere Sichtweise / welcher andere Gedanke wäre denkbar?)
  7. Neues Gefühl (Was fühle ich, wenn ich anders denke?)
  8. Alternatives verhalten (Was tue ich, wenn ich anders denke?)

Sie werden erkennen, welche Situationen bei Ihnen zu automatischen Reaktionen führen, welches Ihre typischen Gedanken und Gefühle sind und welche Alternativen es dazu gibt. So eröffnen Sie sich aktiv neue Sichtweisen und Handlungsoptionen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Ausprobieren!

 

Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab.

(Marc Aurel)

 

 

In diesem Sinne: Denken Sie doch, was Sie wollen!

Renate Heiderich