Wie beginnen Sie Ihren Tag? Nein – ich meine nicht bei der Arbeit. Mal ehrlich: Was ist das erste, was Ihnen morgens schon durch den Kopf schießt, wenn Sie aufwachen?

  • Was alles noch zu erledigen ist?
  • Welche schwierigen Gespräche heute noch anstehen?
  • Ein Finanzloch, bei dem Sie noch nicht wissen, wie Sie das stopfen sollen?
  • Ein wichtiger Termin, der Sie stresst?
  • Eine Person, mit die Ihnen Kopfzerbrechen bereitet?

 

Wenn Sie diese oder ähnliche Gedanken begleiten, dann ist es höchste Zeit für strukturiertes Selbstmanagement.

Warum? Weil Sie ergebnisorientiert arbeiten müssen. Und für das Wie den Preis zahlen.

Warum noch? Weil Sie nur noch reagieren. Sie schwimmen. Sie führen nicht mehr. Sie werden geführt. Sie können nicht mehr frei agieren.

Noch ein Grund: Alle anderen schwimmen mit. Und Ihren Mitarbeitern geht es genauso.

 

Wenn Sie in Ihrem Alltag nur noch reagieren, statt aktiv zu agieren, geht irgendwer oder irgendwas vor die Hunde. Heute sind Kunden anspruchsvoller. Sie wollen kreative Lösungen, unschlagbaren Service und ein innovatives Produkt. Ihr Unternehmen muss das „kleine bisschen Mehr“ bieten.  Sie haben starke Konkurrenz- Sie müssen sich abheben. Dafür müssen wieder mehr Skills wie Kreativität Raum bekommen. Das braucht Platz im Kopf.

Ein guter Zeitpunkt die Wurzel anzupacken

Selbstmanagement ist kein Hexenwerk und kann systematisch angewandt werden. Hierzu gibt es eine praxisnahe Aufteilung des Selbstmanagement- Zentrum in Heidelberg:

Normatives Selbstmanagement

Was treibt Sie an? Woran glauben Sie? Was möchten Sie erreichen? Gehen Sie mit sich ins Gebet und reflektieren Sie. Sehen Sie diesen Part als übergeordnet an und versuchen Sie hier frei von Ihrer jetzigen Arbeitssituation zu denken.

Markus O.: „Ich bin Führungskraft, weil ich etwas bewegen möchte. Ich glaube, dass ein starkes Team viel erreichen kann. Ein Unternehmen wächst mit der Motivation der Mitarbeiter. Meine Arbeit soll mir Spaß machen. Alle Mitarbeiter kommen gerne an ihren Schreibtisch. Ich mag nach Hause kommen und genug Energie haben, um noch mit meiner Familie zu unternehmen und auch etwas für mich zu tun. Ich möchte nicht mehr gestresst sein. Ich mag es leicht und fröhlich.“

Strategisches Selbstmanagement

Welche konkreten Ziele habe ich? Welche Haltung bzw. welche Verhaltensänderung ist von meiner Seite aus her nötig, dass Ziele machbar und möglich sind? Wie kann ich mich motivieren?

Wiebke A: „Ich möchte, dass meine Mitarbeiter einen Umsatz von 15% mehr erwirtschaften. Ich möchte ihnen täglich zeigen, dass Sie es schaffen. Dazu werde ich optimistisch und lösungsorientiert denken und handeln. Meine Mitarbeiter sollen sich gefordert und gefördert fühlen. Ich mag nicht mehr immer nur an Dingen innerlich festhalten, die nicht funktionieren, sondern sie als Chance begreifen. Ich denke nun so, dass es immer einen Weg gibt. Ich möchte eine positive und erfolgreiche Ausstrahlung haben. Ich werde mehr in meiner Freizeit aktiv tun, Sport treiben und wirklich entspannen.“

Operatives Selbstmanagement

Hier kommen die Klassiker zum Tragen: Arbeitsorganisation, Wissens- und Zeitmanagement.

Lars S.: „ Ich setze mich jeden Freitag für ca. ½ Stunde ruhig hin und plane strukturiert die nächste Woche. Natürlich habe ich auch Pufferzeiten. Dabei hilft es mir, die To- Dos immer wieder darauf hinzuprüfen, ob sie wirklich zu meinen Zielen und Werten passen. Ich bin doch oft daran vorbei gegangen. Ich habe auch einen übergeordneten Plan für das Jahr. Daraus leite ich die einzelnen Wochen ab.“

Ad-hoc Selbstmanagement

Sie haben die beste Planung, aber es kommt etwas völlig unvorhergesehenes Dazwischen? Das bringt Ihr ganzes operatives Selbstmanagement durcheinander? Sie müssen vom Kurs abweichen? Sie schaffen Ihre To- Do- Liste nicht mehr?

Sanel H: „Bei mir kommt immer irgendetwas dazwischen. Ich bin gerade gut drin, dann grätscht ein Kunde oder ein Mitarbeiter zu. Mittlerweile habe ich das eingeplant und kann so gelassener reagieren. Ich habe die Ruhe und die Zeit, mir das erstmal anzuschauen und überlegt Entscheidungen zu treffen.“

Was sie konkret tun können

  1. Besinnen Sie sich auf sich und hinterfragen Sie Ihre Werte und Ziele.
  2. Legen Sie fest, was Sie wollen.
  3. Leben Sie, was Sie sein wollen. Sie wollen als Optimist gesehen werden? Dann denken Sie auch so.
  4. Gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern ins Gespräch und legen alle Ziele offen. Entwickeln Sie im Team ein Zeitmanagement.
  5. Evaluieren Sie, was Sie alles für die Zielerreichung noch benötigen (Wissen, Material, Mitarbeiter usw.) und planen Sie das strukturiert ein.
  6. Finden Sie Ihren konkreten Motivationsfaktor und arbeiten Sie täglich damit.
  7. Reflektieren Sie sich und hinterfragen Sie, ob Sie sich selbst lösungsorientiert verhalten.

Und das Wichtigste: Lernen Sie Information von Aufgaben zu unterscheiden. Nicht in jeder Information steckt eine Aufgabe für Sie drin! Fragen Sie also immer:

  • Wie wichtig ist es?
  • Ist das Führungsaufgabe?
  • Wer kann das außer mir noch lösen?
  • Wann muss das erledigt sein?

In kurzer Zeit werden Sie merken, dass genau diese Fragen Ihnen helfen, sich zeitgerecht und selbstfürsorgend zu verhalten. Nicht alles müssen Sie managen!

 

Denken Sie daran- Sie sind mehr als nur eine Führungskraft

Sie sind Elternteil, Sportler, Urlauber, Hundebesitzer, Kaffeehausbesucher, Fitnessstudiobesucher und Restaurantliebhaber? Haben Sie dafür Zeit und Energie?

Führungskräfte stehen heute unter einem besonderen Leistungsdruck. Selbstmanagement ist kein reines Arbeitsthema. Es ist vielmehr eine Lebenshaltung. Managen Sie Ihre Freizeit daher genauso, wie Ihr Unternehmen. Nehmen Sie sich Zeit für Dinge, die Ihnen Energie geben, bei denen Sie auftanken. Genießen Sie das Leben- nehmen Sie es in die Hand!

Wir können erst Neues tun, wenn wir neu denken Klick um zu Tweeten

„Der Gedanke legt den Grund für die Tat.“

– Helmuth Graf von Moltke

 

Wie stehen Sie morgen früh auf?

 

In diesem Sinne- machen Sie´s möglich!

Ihre Katharina Stapel