Kennst Du das? Du hast DIE Idee und willst sie unbedingt auf die Welt bringen? Und dann gibt es vielleicht noch die Idee, die Idee und die Idee?

Neue Ideen gibt es viele. Steve Jobs war es, der irgendwann mal ganz schlau gesagt hat, dass man sich irgendwann fokussieren muss – für diese eine Idee:

 

„Die Leute denken, dass sich zu fokussieren bedeutet, zu den Dingen ja zu sagen, die man im Auge hat. Doch es bedeutet, dass man zu den anderen hundert guten Ideen nein sagt.“

 

Zitate sind ja gut und schön – wenn man weiß, wie man das pfiffig Gesagte umsetzt.

 

Zunächst einmal: Nicht alle Ideen sind gut, nur weil sie in Deinem Kopf gut sind. Das ist bitter. Aber wahr. Wir finden vieles sehr gut und wundern uns dann, dass die Idee nicht mit dem nötigen Applaus erntet. Ein typisches Phänomen – durch unsere Brille sieht die Welt einfach anders aus, als durch Deine Brille. That´s it.

 

Deshalb ist es wichtig, dass Deine Idee getestet und modifiziert wird, bevor Du damit so richtig an den Start gehst. Doch dazu später mehr.

 

Es gibt einen viel wichtigeren Schritt, der bereits im Vorfeld erfolgen muss.

 

Grundsätzlich ist eine Idee erstmal eine Idee. Nix weiter. Die entsteht entweder gewollt (guck mal hier -da gibt es spannende Modelle zur strategisch-kreativen Entwicklung) oder eben plötzlich unter der Dusche.

 

Du findest die Idee richtig gut, hast sie von allen Seiten her durchleuchtet und willst nun beschließen, dass sie es wert ist umgesetzt zu werden. Das ist der Stand der Dinge.

 

Dann zeige ich Dir jetzt ein winziges, aber mächtiges Tool, damit Du nochmal absichern kannst, dass Deine Idee wirklich zur Umsetzung taugt. Denn: Obwohl eine Idee gut, und auch von Menschen gewollt ist, scheitern viele dennoch, weil sie diese „Kleinigkeit“ einfach nicht im Blick haben.

 

Die 5 Möglichkeitsfaktoren

Um eine Idee in die Umsetzung zu bekommen, muss immer nach Möglichkeiten gesucht und alle potentielle Verhinderer identifiziert werden. Nur dann kann auch gewährleistet werden, dass die Idee – trotz aller positiven Haltung – auch wirklich zum Erfolg in der Umsetzung kommt.

Wie geht´s? Ganz einfach. Du nimmst Dir fünf Notizzettel und notierst auf jeden Zettel jeweils einen Begriff (oder Symbol – was grad besser für Dich passt) für:

  • Einflussmöglichkeit
  • Motivation
  • Vorstellungskraft
  • Leidenschaft
  • Umsetzungskraft

 

Was die einzelnen Kriterien bedeuten:

 

Einflussmöglichkeit

Hast Du bzw. Dein Team direkten oder teilweisen Einfluss auf das Thema der Idee? Bist Du in einer Entscheiderposition? Wie viel Einfluss hast Du auf das das Gelingen des Ideen-Projektes?

 

Motivation

Wie groß ist Deine Motivation, die Idee in die Tat umzusetzen? Bist Du selbst an dem Thema interessiert? Wenn nein, dann wird es erfahrungsgemäß echt schwer, Dich da täglich zu motivieren, wenn es in die tatsächliche Umsetzung geht.

 

Vorstellungskraft

Braucht es noch einen Kreativschub, damit die Idee vorankommt? Wie viel Vorstellungskraft ist notwendig, damit die Idee den letzten Schwung bekommt? Eine gute Idee braucht bei gewissen Fragestellungen eine gute Vorstellungskraft, damit man weiter konstruktiv damit arbeiten kann.

 

Leidenschaft

Das hat noch niemanden geschadet, denn Leidenschaft ist Motivation². Gibt es jemanden (vielleicht sogar Du selbst), der für diese Idee brennt? Neue Ideen brauchen für die Umsetzung zähes Fleisch aus Hartnäckigkeit, Durchhaltevermögen, Mut und Resilienz. Diese Skills werden erst durch Leidenschaft geboren.

 

Umsetzungstreiber

Gibt es einen Treiber, der das Thema der Idee so richtig vorantreibt? Gibt es jemanden, der da einfach großes Interesse am Gelingen hat?

 

Der 2 Minuten – Check

Nun nimmst Du Deine Idee und überprüfst jedes einzelne Kriterium. Wenn ein Kriterium erfüllt ist, dann leg den passenden Notizzettel dazu. Sobald Du mindestens vier Kriterien mit „erfüllt“ abhaken kannst, dann lohnt es sich, die Idee weiter zu verfolgen. Und ernsthaft: Sind es weniger Kriterien, die zustimmend nicken, dann ist die Idee eventuell immer noch gut, hat aber leider kein Potential, dass sie wirklich erfolgreich wird.

 

Geh mit der Idee raus. Sei unperfekt. Und mach einfach.

Die Idee wird durch die wichtigsten Kriterien als erfolgsversprechend abgehakt? Dann raus damit. Mach nicht lange damit rum und bastel en detail, bis sie scheinbar perfektioniert ist.

Die beste Idee taugt nix, wenn sie in der Schublade bis zum Abwinken modifiziert wird. Sonst schaffst Du drei Handlungsspielräume:

  • Du wirst nie mit der Idee auf den Markt gehen, weil sie nicht fertig wird
  • Ein Anderer hat dieselbe Idee und ist einfach schneller
  • Du haust die Idee am Kunden vorbei

Geh mit der Idee raus und teste sie auf Herz und Nieren. Hol Dir Feedback von potentiellen Kunden und verbessere live. Die Rückmeldungen von Kunden ist das Beste, was Dir passieren kann, denn sie sagen Dir genau, wo es hakt und was sie wollen. Du brauchst es nur darauf hin weiterzuentwickeln. Schau nicht so viel auf Mitbewerber – das sind nicht Deine Kunden und helfen Dir nicht wirklich dabei. [Link zu „Alles, was ein Unternehmen zum Thema Positionierung wissen muss“]

Und Du machst es. Das gibt Dir und Deinem Team den nötigen Anschub. Du bringst die Idee mit der nötigen Energie zur Umsetzung.

 

Und Deine Mitbewerber?

 

Es gibt für Dich nur zwei Chancen, auf dem Markt gut platziert zu sein:

 

Sei schneller. Oder besser.

 

Mit dem Testing Deiner Kunden kannst Du sogar beides sein. Das ist Arbeit. Ja. Macht aber Spaß, sofern Du wirklich mindestens vier Kriterien im Vorfeld absegnen konntest. Anderenfalls ist genau dieser Prozess nicht umsetzbar.